Mittwoch, 23. Mai 2012

Rezension: Hortense Ullrich und Joachim Friedrich ~ PinkMuffin@BerryBlue Betreff: RollenTausch

Ein weiterer furioser E-Mail Roman mit irrwitzigen Irrungen und Wirrungen...



Autor: Hortense Ullrich und Joachim Friedrich
Titel: PinkMuffin@BerryBlue Betreff: RollenTausch
Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Erschienen bei Carlsen Verlag GmbH
Seitenzahl: 240
Kaufen bei: amazon, thalia, buecher.de
Preis: 7,95 Euro



Er nennt sich BerryBlue. Sie sich PinkMuffin. Er wuchtet Sahnetorten im Café seiner Eltern. Sie ist eine aufmüpfige Tochter aus gutem Hause. Die beiden hatten absolut nichts miteinander gemeinsam. Bis sie sich über E-Mail kennengelernt und die verrücktesten Abenteuer erlebt haben. Und das, ohne sich je richtig getroffen zu haben. Doch dann ändert sich alles. Sie treffen sich – und küssen sich. Danach überschlagen sich die Ereignisse: BerryBlue landet in einem Internat für missratene Millionärssöhne und PinkMuffin als Aushilfe hinter einer Kuchentheke. Ein Hausmädchen gibt sich als Gräfin aus und ein Politiker als stürmischer Liebhaber. Und das ist erst der Anfang… (Buchrücken)

Der sechste Band der Reihe um Berry und Max steht den anderen in nichts nach. Dieses Mal tauschen die beiden sprichwörtlich die Rollen. Während Berry die Welt der Reichen und Schönen kennen lernt, wird Max hinter der Kuchentheke ganz schön gefordert und von den „Stammomis“ auf Herz und Nieren geprüft.

Zuerst einmal ist das besondere an diesem Buch, dass es sich um einen E-Mail Roman handelt. Alle Mails von Max (PinkMuffin) sind in pinker Schrift verewigt, während die von Berry (BerryBlue) in blau gehalten sind. Das macht natürlich die Unterscheidung der beiden Charaktere sehr einfach.

Die Autoren haben hier mit sehr viel Witz durch die Geschichte geführt und die beiden lebendig werden lassen. Man kann sich wirklich wunderbar mit Berry und auch Max identifizieren. Während Berry ein Junge aus einem „normalen“ Elternhaus ist und im Cafe seiner Eltern regelmäßig mithelfen muss, stammt Max aus einem reichen Adelsgeschlecht und hat von Geldproblemen noch nie etwas gehört. Trotz dieser Unterschiede sind die beiden Freunde geworden und sind dabei, sich ineinander zu verlieben …
Dabei kommen die beiden so sympathisch und authentisch rüber, dass man einfach jede noch so skurrile Geschichte glaubt, die sie erleben. Das macht das Buch zu einem wirklich unvergesslichen Leseerlebnis. Die Seiten fliegen nur so dahin und bevor man sich versieht, ist man schon wieder am Ende des Buches angelangt.

Faszinierend an dieser Story sind die Irrungen und Wirrungen. Man bekommt sie ja nur von den zwei Hauptcharakteren Berry und Max erzählt, aber dies wird so lebendig rübergebracht, das man beim Lesen das Gefühl hat, dass man selbst hinter der Kuchentheke steht und die alten „Stammomis“ bedient oder von Max’ Großmutter Manieren eingebläut bekommt. Ich habe selten eine Buchreihe so sehr genossen wie diese, da es einfach nur eine Geschichte zweier Jugendliche, mit zugegebenermaßen sehr viel Fantasie, ist. Ohne Mörder, Monster oder sonstiges. Zu meinem anderen Lesestoff eine echte Abwechslung …

Der Schreibstil ist sehr flüssig gehalten und wird witzig erzählt. Man merkt beim Lesen aber dennoch, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, das sich hauptsächlich auch an jugendliche Leser richtet. Nichts desto trotz kann es aber auch durchaus von älteren Lesern verschlungen werden, da es wirklich den wunderbaren Nebeneffekt hat, das man manchmal in großes Gelächter ausbrechen möchte. Allein der Hund Lipinski mit seinen „Noff“ und „Jöff“ Antworten ist das Lesen allemal wert. Und auch die anderen Charaktere sind mit einer Liebe zum Detail gezeichnet, dass man den Autoren wirklich Respekt zollen muss. Bei der Fülle an Charakteren, selbst an die nuschelnde Oma oder den französischen Akzent der Haushälterin zu denken, ist wirklich bemerkenswert.

Von mir gibt es für dieses Buch und die ganze Reihe eine eindeutige Leseempfehlung. Wer eine Geschichte mit sehr viel Witz und wirklich skurrilen Charakteren lesen möchte, ist hier absolut an der richtigen Adresse. Gepaart mit der Herausforderung eines E-Mail Romans ist ein wirklich sehr, sehr gutes Buch geworden. Sie bekommt daher von mir auch sehr gute

5 von 5 Bücherwürmern

Original: fotolia.de





© Kizzy 

Donnerstag, 10. Mai 2012

Rezension: Alyson Noel ~ Evermore - Der Stern der Nacht

Der fünfte Band der Evermore – Reihe – theatralisch und langweilig…



Autor: Alyson Noel
Titel: Evermore - Der Stern der Nacht
Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 25.04.2011
Erschienen bei Page & Turner
Seitenzahl: 352
Kaufen bei: amazon, thalia, buecher.de
Preis: 17,99 Euro



Heaven war bisher Evers beste Freundin, doch das ist nun endgültig vorbei. Havens große Liebe Roman ist tot, und die Schuld daran gibt sie Ever. Aber was hätte Ever tun sollen? Roman war ihr Erzfeind, er hat den Fluch auf Damen gebracht, der ihn für immer von ihr trennt. Ever musste einfach alles daran setzen, das Gegenmittel von Roman zu bekommen. Dass dieser dabei vernichtet wurde, hat sie nicht gewollt. Jetzt ist sie ratloser denn je. Ihre Hoffnung auf ein glückliches Leben mit Damen ist dahin, und aus ihrer einstigen Freundin ist eine verbitterte Feindin geworden. Soll Ever riskieren, dass Haven das Leben ihrer besten Freunde und vielleicht sogar ihr eigenes zerstört? (Buchrücken)

Auch der fünfte Band der Reihe kommt wie die Vorgänger daher. Vorhersehbar und absolut langweilig. Der „Spannungsfaden“ aus den vorderen Bänden wird von der Autorin weitergesponnen und soweit verzweigt, dass man sich zeitweilig fragt, was einem die Autorin jetzt eigentlich vermitteln will. Ever ist jedenfalls weder ein Vorbild noch eine Person, dessen Handlungen man nachvollziehen, geschweige denn gutheißen kann …

Die Story setzt unmittelbar nach dem Ende des vierten Bandes ein. Wie immer gibt Ever an all ihren Problemen Anderen die Schuld und sucht sie nie bei sich selbst. Selten hat man eine Hauptperson gesehen, die so sehr mit sich selbst beschäftigt ist und blind für alles, was um sie herum passiert. Es fällt immer schwerer, sich in Ever hineinzuversetzen und Ihre Handlungen nachzuvollziehen. Sie geht mit jedem Menschen sehr kritisch um und verurteilt sofort alles was Andere tun aufs Allerschärfste, nur bei sich selbst ist sie nicht so kritisch. Sie hat immer eine für sie absolut logische Erklärung für ihre Taten parat und versucht so, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sei es im Umgang mit ihrer Tante, mit Damen oder mit Jude, die richtigen Entscheidungen trifft sie selten …

Die Figur der Heaven wandelt sich in diesem Band besonders krass. War sie schon immer etwas extrovertiert und leicht verrückt, bekommt in diesem Band ihr Größenwahn ganz neue Ausmaße. Heaven ist blind vor Wut und Rachegedanken, so dass sie alles und jeden verrät und in einen Strudel aus Düsternis gerät. Das Ende, was sie letztendlich erwartet, war vorhersehbar und hat sich schon in all den vorherigen Bänden langsam aber sicher abgezeichnet. Was mich nur ein wenig überrascht, war wie leicht es letztendlich über die Bühne ging. Ich hätte mir da mehr Spannung erhofft.

Auch Damen und Jude spielen ihr jahrhundertealtes Spiel weiter und kämpfen nach wie vor verbissen um Ever. Das Jude seine Fehler bereut und auch niemals wollte, das Roman stirbt, fällt leider nur dem Leser auf. Die Hauptfiguren sind für diesen Handlungsstrang mal wieder blind und interessieren sich mehr für sich selbst als für Andere. Damen hat immer noch Verständnis für all die Fehler die Ever macht und gemacht hat. Das ist mittlerweile so unrealistisch, dass man sich fragt, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Man sollte doch meinen, dass es möglich ist, auch einem männlichen Hauptcharakter ein wenig mehr Charisma und Persönlichkeit zu verleihen. Leider sucht man es auch in diesem Band vergebens bei Damen …

Letztendlich ein weiterer Band, der nicht überzeugt und eigentlich auch wenig für die Handlung gebracht hat. Weder wurde der „Fluch“ von Ever und Damen genommen, noch sind sie der Lösung des Problems auch nur ein Stück näher gekommen. Der Schreibstil ist zwar nach wie vor flüssig gehalten, aber es wirkt, wie der vordere Band, so als würde die Autorin versuchen, noch so viel wie möglich rauszuholen aus der Geschichte. Man könnte auch locker auf diesen Teil verzichten, wahrscheinlich würde man es nicht einmal bemerken …
Das einzig Positive ist das wunderschöne Cover. Damit wird sich auf jeden Fall immer sehr viel Mühe gegeben. Wenn man Lust auf einen weiteren Band hat mit wenig facettenreichen Charakteren, ist man bei Evermore sicherlich an der richtigen Adresse. Will man aber eine gut durchdachte Story haben mit Überraschungen und charismatischen Hauptfiguren, sollte man lieber die Finger von dieser Reihe lassen. Ich vergebe daher nicht wirklich gute

2 von 5 Bücherwürmern
Original: fotolia.de



© Kizzy
 

Montag, 7. Mai 2012

Rezension: P.C. Cast und Kristin Cast ~ House of Night - Ungezähmt

Der vierte Band um das Vampirmädchen und ihre Freunde wartet mit einigen Überraschungen auf...



Autor: P.C. Cast und Kristin Cast
Titel: House of Night - Ungezähmt
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 04.10.2011 
Erschienen bei Fischer FJB
Seitenzahl: 538
Kaufen bei: amazon, thalia, buecher.de
Preis: 16,95 Euro




Das Leben ist zum Kotzen, wenn alle sauer auf dich sind. Frag mal Zoey Redbird – die kennt sich da aus. In nur einer Woche wird sie zur absoluten Außenseiterin: ihr enger Freundeskreis hat sie verstoßen. Jetzt bleiben ihr nur noch zwei echte Freunde, aber die eine ist untot, und der andere ist nicht mal Gezeichnet. Außerdem hat Neferet den Menschen den Krieg erklärt und Zoey weiß tief in ihrem Herzen, dass das falsch ist. Zoeys Abenteuer am Vampyrinternat gehen plötzlich in eine verdammt gefährliche Richtung: Ihr Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, schreckliche Pläne kommen ans Licht, und eine uralte, böse Macht erhebt sich. (Buchrücken)

Der vierte Band der House of Night Reihe kommt ein wenig erwachsener daher als die Vorgängerbände. Die Jugendsprache wird langsam durch die Reife der Charaktere abgelöst und bekommt einen etwas erwachseneren Touch.

In diesem Band steht mal nicht die ständige Dreiecksbeziehung zwischen Zoey und ihren Männerfreunden im Vordergrund, sondern die Tatsache, dass wirklich üble Mächte am Werk sind und Zoey verzweifelt versucht, dass Vertrauen von ihren Freunden zurückzugewinnen. Das hat sie aufgrund ihrer ständigen Lügen verloren. Nur zwei Freunde sind ihr geblieben, wovon die eine untot und die andere nicht mal gezeichnet ist.

Endlich bekommen auch die Freunde von Zoey, neben Steavie Rae und Aprodithe, eine eigene Persönlichkeit und bestehen durch kluge Entscheidungen in brenzligen Situationen. Eine weitere angenehme Wendung ist, dass Zoeys Großmutter endlich mehr ins Geschehen rückt und man als Leser mehr über die alten Legenden von Zoeys Vorfahren erfährt.

Warum die Freunde allerdings so lange brauchen, um das Rätsel, hier in Form eines Gedichtes, zu lösen, erklärt sich mir als Leser nicht. Dass es letztendlich Damien ist, der die entscheidenden Anstöße gibt um dieses zu lösen, war für mich eine besondere Entwicklung, da er sich sonst immer eher im Hintergrund gehalten hat und man jetzt auch mal hinter seine Fassade blicken konnte.

Des Weiteren rückt in diesem Band die Geschichte der Aprodithe wieder mehr in den Vordergrund. Die Tatsache, dass sie ihr Mal verloren hat und trotz allem noch Visionen bekommt ist eine doch eher überraschende Wendung. Aber Aprodithe wäre nicht Aprodithe wenn sie nicht schon die perfekte Lösung für dieses kleine Problem gefunden hätte …

Leider gibt es trotz allem auch diesmal wieder einige irritierende Dinge, wie zum Beispiel die Einführung des neuen Schülers Stark, zu dem sich Zoey sofort hingezogen fühlt. Hier entsteht der Eindruck, dass Zoeys getöteter Freund jetzt durch einen anderen ersetzt wird und es kommt sofort wieder der Unwille auf, warum jetzt schon wieder ein neuer Freund von ihr eingeführt wird. Was sich die Autorinnen dabei gedacht haben wird sich hoffentlich in den folgenden Bänden aufklären …

Die Story kommt in diesem Band wirklich schnell und rasant in Fahrt und besticht auch endlich mal durch Spannung bis zu letzten Seite. Obwohl auch diesmal nicht wirklich viel Überraschendes geschieht wird man als Leser trotzdem animiert, weiter zu lesen. Das Verlangen zu lesen, ob die eigenen Vermutungen wahr werden ist in diesem Buch beinahe übermächtig.

Dieser Band war mit Abstand der Beste der Reihe und ich kann ihn wirklich empfehlen. Allerdings muss man vorher die Vorgängerbände lesen, da sonst manche Zusammenhänge nicht klar werden und wichtiges Hintergrundwissen fehlt.

Da es sich um den bis jetzt besten Band der Reihe handelt bekommt er von mir solide

4 von 5 Bücherwürmer

Original: Fotolia.de


© Kizzy



Samstag, 5. Mai 2012

Rezension: Christopher Paolini ~ Eragon - Das Erbe der Macht

Ein Drache, eine Prophezeiung, ein Ende...

 
Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon - Das Erbe der Macht
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 19.11.2011
Erschienen bei cbj
Seitenzahl: 960
Kaufen bei: amazon, thalia, buecher.de
Preis: 24,99 Euro




Die Gefährten sind versammelt …
Der schwarze Tyrann ist bereit …
Der Tag der Entscheidung ist da.

Die Völker Alagaesias haben sich zusammengeschlossen und stehen bereit zum alles entscheidenden Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Treue Freunde streiten an Eragons Seite, allen voran die wunderschöne Elfe Arya. Die bisher geschlagenen Schlachten haben den Gefährten zwar Siege beschert, aber auch schreckliche Verluste zugefügt. Und Eragon weiß, dass die größte Auseinandersetzung noch vor ihnen liegt – wenn er und Saphira Galbatorix gegenüberstehen.
Unbezwingbar scheint der finstere Tyrann, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort er an sich gerissen hat. Werden die Gefährten stark genug sein, gegen eine solche Kraft zu bestehen? Quälende Zweifel nagen an Eragon. Und helfen kann ihm nur eine alte Prophezeiung: Wenn alles verloren scheint, so heißt es, liegt Rettung im Verlies der Seelen …(Buchrücken)

Etwas wehmütig habe ich dieses Buch in den Händen gehalten. Einerseits habe ich es jahrelang erwartet, andererseits tut es mir unendlich leid, mich von den liebgewonnen Charakteren zu verabschieden und diese in eine mir unbekannte Zukunft ziehen zu lassen. Der vierte Band der Eragon-Reihe kommt, entgegen den Vorgängerbänden, eher düster daher, was aber auch völlig verständlich ist, da die Zeit des Lernens vorbei ist und der Krieg Einzug in die Seiten gehalten hat …

In diesem Band stehen die Kämpfe im Vordergrund und werden detailreich und auch überaus wirklichkeitstreu beschrieben. Die Schlachten werden an vorderster Front abgehandelt und nicht selten muss man beim Lesen regelrecht die Luft anhalten, weil man es vor Spannung einfach nicht mehr aushält und alles andere um sich herum vergisst. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, so dass einem der Einstieg in den neuen Band sehr leicht gemacht wird. Bereits auf den ersten Seiten wird man in den Strudel der Worte gezogen und erst auf der letzten Seite wieder ausgespuckt …

Eragon hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Aus einem eher vorsichtigen Jungen ist ein wahrer Kämpfer geworden, der auch das Charisma hat zu sagen, wenn er etwas nicht kann. Die Kämpfe haben Spuren an Eragon hinterlassen und seine Verzweiflung und Selbstzweifel werden beim Lesen greifbar. Es gibt oft Situationen, wo er sich davon überwältigen lassen möchte, aber Saphira holt ihn immer wieder raus. Die beiden sind als Team einfach unglaublich realistisch dargestellt, so dass man sich als Leser auch wünscht, ein Drachenreiter zu sein. Saphira verliert niemals den Mut und ist über die Bände von einem kleinen Drachen zu einer ausgefuchsten Kämpferin gereift, die mit List und Tücke ihre Gegner in die Knie zwingt. Als sich die beiden auf den Weg machen, das Rätsel um die alte Prophezeiung zu lösen, hofft man als Leser einfach nur, dass sie es schaffen und keine Katastrophen mehr passieren …

Auch die Figur der Nasuada wurde von Paolini weiter ausgearbeitet und bekommt immer mehr Farbe. Sie wirkt als Anführerin der Varden strahlender denn je und spätestens als sie entführt wird merkt man, was für eine Macht sie inne hat. Sie ist der Punkt, auf den sich alle Blicke der Varden richten und als dieser verschwindet, konzentriert sich all die Hoffnung auf Eragon, der diese Macht niemals schultern wollte. Nasuada beweist ein unglaubliches Verhandlungsgeschick und selbst, als sie all ihre Hoffnung verloren hat und in den Verliesen von Galbatorix aufs grausamste gefoltert wird, schafft sie es, ihre Würde und ihren Stolz zu behalten. Paolini hat mit ihr eine wirklich unglaublich starke Persönlichkeit geschaffen …
Auch all die anderen Handlungsstränge um Roran, Murtag, die Zwerge und Arya werden in diesem Band zu einem absolut guten und realistischen Ende gebracht. Der Autor lässt so gut wie keine Fragen offen und beendet jeden Handlungsstrang zufriedenstellend und sauber. Die letzte Schlacht hat man sich natürlich viel länger erhofft, nur wenn man bedenkt, dass alle des Kämpfens müde sind, ist es durchaus angebracht, diesen Kampf nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Letztendlich ist das Ende so gekommen wie es kommen musste und lässt die Leser halbwegs glücklich zurück. Was an der Story ansprechend wirkt, ist die Tatsache, dass es kein „klassisches“ Happy-End gibt. Algäsia liegt in Trümmern und es gab viele Verluste zu beklagen. Das es da kein Happy-End gibt, ist mehr als verständlich und macht den Reiz dieser Bücher aus.

Letztendlich kann ich sagen, dass der Autor ein wirklich actionreiches Finale, für eine wirklich mehr als facettenreiche Buchreihe hingelegt hat. Die Handlungsstränge, die über mehrere Bände verknüpft wurden, werden in diesem Band alle zu einem wunderbaren Abschluss gebracht und es werden kaum Fragen offen gelassen. Wenn man die Bücher als Ganzes sieht, war es die richtige Entscheidung, die ursprünglich als Trilogie gedachte Story auf einen weiteren Band zu erweitern. Die Charaktere sind sehr vielfältig ausgearbeitet und brauchten und die vier Bände um sich voll zu entfalten. Wer ein Fantasybuch mit allen bekannten Sagengestalten lesen möchte wird um Eragon drum herum kommen. Ich spreche auf jeden Fall eine ausdrückliche Leseempfehlung aus und vergebe

5 von 5 Bücherwürmern und ein Stern

Original: Fotolia.de



© Kizzy

Sonntag, 15. April 2012

Erwachen aus dem Winterschlaf - ein neuer Bereich soll geboren werden...

Hallo ihr Lieben,

die letzten Ostereier sind gefunden und der Frühjahrsputz ist auch erledigt. Jetzt soll auch der Blog wiederbelebt werden und aus seinem Winterschlaf erwachen. Ab sofort werden wir uns bemühen hier wieder regelmäßig Rezensionen und andere Dinge zu posten. Ich habe außerdem vor, einen neuen Bereich einzuführen und würde mich freuen wenn ihr mir dabei helfen würdet.
Es geht darum, dass ein Mangabereich eingeführt werden soll. Ich wüsste gerne von euch, über welchen Manga ihr zuerst eine Rezi lesen würdet und ob euch die Idee überhaupt gefällt.
Hierbei können folgende Mangas gewählt werden:

One Piece
Detective Conan
Tsubasa Reservoir Chronicle
Missile Happy!
Kamikaze Kaito Jeanne
Fullmoon wo Sagashite
Marmelade Boy
Time Stranger Kyoko
D.N.Angel
Kilala Prinzess
3,2,1 ... Liebe
Gieb mir Liebe!
Prinzessin Sakura
Fushigi Yuugi
Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch
Moe Kare!
Arisa
Fruits Basket
Sailor Moon
Sailor V
Charming Junkie
Honey x Honey Drops
Rockin' Haeven
I*O*N
Shinshi Doumei Cross
Skip Beat!
Maid-Sama
Mishonen Produce
Alice Academy

So das wars erstmal. Ich weiß das ist ne ganze Menge, aber ich würde mich freuen wenn ihr in den Kommentaren schreibt über welche Mangas ihr am liebsten Rezis lesen würdet und ob ihr auch, soweit ein Anime existiert, gerne etwas darüber lesen möchtet. Dann könnte ich das ein wenig sortieren und erstmal die Dinge abarbeiten, die ihr am liebsten hättet.

Ich freue mich auf ganz viele Kommentare von euch :)

Liebe Grüße Kizzy

Freitag, 2. März 2012

Rezension: Alyson Noel ~ Evermore - Das dunkle Feuer

Ein weiterer Band, eine weitere Enttäuschung...



Autor: Alyson Noel
Titel: Evermore - Das dunkle Feuer

Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 15.11.2010
Erschienen bei Page & Turner
Seitenzahl: 384
Kaufen bei: amazon, thalia, bücher.de
Preis: 17,99 Euro



Ever würde alles dafür tun, endlich mit Damen zusammen sein zu können. Dafür hat sie das Leben ihrer Freundin Haven aufs Spiel gesetzt, und dafür begibt sie sich selbst immer wieder in größte Gefahr. Ein Fluch trennt die Liebenden voneinander, so dass sie sich niemals werden berühren dürfen, sonst wird Damen ins Schattenland verbannt. Schuld daran ist ihr Erzfeind Roman, der den Schlüssel zu Evers glücklicher Zukunft mit Damen in seinen Händen hält. Schließlich sieht sie nur noch einen Ausweg: schwarze Magie. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit alles aufs Spiel setzt, ihre Freundschaft zu Heaven und ihre Liebe zu Damen … (Buchrücken)

Das dunkle Feuer ist nur ein weiterer trauriger Versuch der Autorin an den Erfolg vom ersten Band anzuknüpfen. Die Story wirkt stumpf und wenig durchdacht. Viele Dinge wiederholen sich und die Charaktere haben so viel von ihrer Lebendigkeit aus dem ersten Band verloren, dass man einfach nur noch möchte, dass es zu Ende geht – wie auch immer das Ende aussieht …

Die Geschichte ist zwar an sich flüssig geschrieben, man muss sich aber trotzdem ein ums andere mal zwingen weiter zu lesen, da man über die offensichtliche Dummheit der Charaktere nur noch den Kopf schütteln kann. Die Lust am Lesen kann einem da wirklich leicht vergehen …

Am meisten irritiert die Entwicklung von Ever. Denkt man im ersten Band noch an ein lebendiges, einsames aber doch durchaus kluges Mädchen wird man spätestens in diesem Band eines besseren belehrt. Ever kommt egoistisch und manisch rüber, ist so ich-bezogen, dass man sich wundert, wozu es überhaupt noch andere Personen im Buch gibt. Sie stellt sich über alles und jeden, denkt kein bisschen in ihren Handlungen nach und benimmt sich wie ein kleines Kind. Dass sie nie um Hilfe bittet und in ihrem Wahn denkt, dass sie alles alleine schaffen kann, ist ebenso nicht nachvollziehbar wie die Tatsache, warum sie schwarze Magie anwendet. Auch ist es ein Rätsel, warum sie krampfhaft will, dass Jude böse ist, obwohl er ihr mehr als einmal aus der Patsche geholfen hat. Ihre Grausamkeit ihm gegenüber hat mich teilweise richtig erschreckt. Was ist aus dem netten Mädchen des ersten Bandes geworden?

Auch das Verhalten von Damen ist mehr als unlogisch. Seine Freundin baut ein Ding nach dem anderen und er hat immer Verständnis, sagt nie ein schlechtes Wort und verteidigt Ever vor jedem. Selbst nachdem sie durch die schwarze Magie an Roman gebunden ist und ihm kein Wort sagt und keine Hilfe will, hält er zu ihr und wartet geduldig ab. Auch, dass er das Verbot sie zu berühren so klaglos erträgt und scheinbar teilnahmslos abwartet, erscheint mir doch sehr merkwürdig. Damen wirkt so glanz- und farblos, dass es einfach nur noch traurig ist dabei zuzusehen.

Am meisten überrascht Heaven. Jetzt wo sie unsterblich geworden ist benimmt sie sich noch schlimmer als in den ersten Bänden. Ihre Naivität kennt keine Grenzen mehr und ihre bedingungslose hörigkeit Roman gegenüber ist schon fast krankhaft. Auch nachdem sie erfährt, dass Roman sie eiskalt geopfert hätte, benimmt sie sich immer noch wie ein kleines Kind, das seinem Idol nacheifert und alle Fehler, egal welcher Natur, verzeiht.

Die einzige Person, die halbwegs glaubhaft wirkt, ist Jude. Nachdem Ever ihn schwer verletzt hat fürchtet er sich vor ihr und hat regelrecht Angst, wofür man als Leser vollstes Verständnis hat. Auch das er sie daraufhin rausschmeißt und erstmal aus den weiterem Geschehen verschwindet ist das halbwegs realistische in diesem Buch.

Im Endeffekt passieren in diesem Band, bis auf das Ende, nicht wirklich nennenswerte Dinge für die Geschichte. Heaven ist unsterblich und mehr oder weniger unkontrollierbar, Damen plätschert so vor sich hin und Ever führt ihren Kleinkrieg mit Roman weiter. Das einzig positive an diesem Buch ist das Cover, dass mal wieder wunderschön gestaltet ist.

Leider vermittelt der Band einfach nur eine egoistische Hauptfigur, mit einem viel zu großen Ego, die niemals Hilfe will, obwohl sie diese dringend braucht. Es ist wirklich schade, die Geschichte wirkt, das ob die Autorin alles künstlich in die Länge zieht um so viel wie möglich daran zu verdienen. Die Glaubhaftigkeit und die Tiefe der Charaktere bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie das Potenzial dieser Story … Daher vergebe ich

2 von 5 Bücherwürmern

Quelle: fotolia.de

© Kizzy

Sonntag, 26. Februar 2012

Sonntags-Top 3: Lieblingsnebenfiguren

Denn nicht immer trägt nur die Hauptfigur dazu bei, dass wir eine Geschichte lieben.



Sonntags-Top 3, die Sechste
Lieblingsnebenfiguren

Cadvan von Lirigon
(Die Pellinor-Saga von Alison Croggon)

Akkarin
(Die Gilde der schwarzen Magier von Trudi Canavan)

Hans Hubermann
(Die Bücherdiebin von Markus Zusak)


Nicht immer sind es die Hauptfiguren, die dazu führen, dass man sich Hals über Kopf in eine Geschichte verliebt und Seite um Seite umblättert. Manchmal fiebert man beinahe mehr mit den Nebencharakteren mit und will wissen wie ihre Geschichte ausgeht. Oder ein Autor schafft es mit so viel Liebe die Nebenfigur zu zeichnen, dass sie einen einfach berührt. 
Welcher Grund auch immer dazu geführt hat, manchmal sind es die Nebenfiguren, die uns nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Diesmal war die Entscheidung gar nicht so einfach. Auch weil die Linie zwischen Haupt- und Nebenfigur nicht immer ganz klar gezogen ist. Doch irgendwann standen die drei Lieblingsnebenfiguren fest.

Wer ist es bei euch?

Liebe Grüße,
Kristin